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biobauer mit salat
Foto: AMA-Bioarchiv/Dall

Biolandbau in Österreich: gebremster Flächenzuwachs

In Österreich machen die Biobetriebe fast 14 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe aus, und sie bewirtschaften rund 13,4 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Damit liegt Österreich im internationalen Verlgeich ganz weit vorne.

 
Waren es 1980 nur 200 Biobauern, so bewirkten staatliche Förderungen und die Ausarbeitung von einheitlichen Richtlinien (Codex-Richtlinien) für den Biolandbau ab 1990 eine rasche Zunahme von Biobetrieben in Österreich. Der bisher höchste Stand wurde im Jahr 1998 mit 20.316 Biobauern erreicht. Während in den Jahren 2000 und 2001 vor allem wegen massiver Rückgänge in Tirol die Zahl der Biobetriebe geringfügig sank, ist in den darauffolgenden Jahren wieder eine Zunahme zu verzeichnen. Im Jahr 2007 wurden in Österreich 19.997 Biobetriebe registriert, die 372.026 Hektar nach biologischen Kriterien bewirtschafteten (ohne Almen). Die durchschnittliche Größe der Biobetriebe liegt bei rund 18,9 Hektar pro Betrieb. 

Bioackerflächen: gebremster Zuwachs
In den vergangenen Jahren zeigte die Entwicklung der Bioflächen eine steigende Tendenz. Die biologisch bewirtschaftete landwirtschaftliche Nutzfläche insgesamt (Acker- und Grünland) stieg ab 2001 im Schnitt um fast 20.000 Hektar pro Jahr. Diese Zunahme ging vor allem auf einen wahren Bioboom in den Ackerbaugebieten zurück. Im Jahr 2007 verlief die Ausweitung der Bioflächen im Vergleich mit den Vorjahren allerdings gebremst (+3%). 

Die Biobetriebe bewirtschaften bereits mehr als 10% der Ackerfläche. Davon entfallen 76.400 Hektar auf Biogetreide und 45.300 Hektar auf Feldfutter. Eiweißpflanzen werden auf einer Fläche von rund
11.000 Hektar und Ölfrüchte auf 6.300 Hektaar angebaut.
  
Geförderte Biobetriebe und Biofläche in Ö2003-2007 - aus dem Grünen Bericht 2008
Foto: AMA

03.04.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit