Biolandbau in Österreichs Bundesländern
Mit 4.259 Biobetrieben ist Niederösterreich das Bundesland mit der höchsten Anzahl biologisch wirtschaftender Betriebe, gefolgt von Oberösterreich (3.521), Salzburg (3.475) und der Steiermark (3.453). Den höchsten Rückgang von 485 Betrieben verzeichnete Tirol, wo es nun 2.632 Bio-Betriebe gibt.
Die größten biologisch bewirtschafteten Flächen liegen in den Bundesländern Niederösterreich (118.813 Hektar), Oberösterreich (60.742 Hektar), der Steiermark (52.777 Hektar) und Salzburg (49.394 Hektar).
Regional betrachtet verlief die Entwicklung der Biobetriebe und der biologisch bewirtschafteten Flächen recht unterschiedlich. Die rasante Entwicklung des Biolandbaus vollzog sich bis zum Jahr 2000 eher im Westen Österreichs und im Grünlandbereich. In den Jahren 2000 und 2001 kam es vor allem in Tirol zu massiven Rückgängen bei den Biobetrieben. Zwischenzeitlich erfolgte wieder ein Anstieg, der hauptsächlich auf Umstellungen in den Ackerbaugebieten zurückgeht. Von 2006 auf 2007 gab es jedoch wieder einen massiven Rückgang im Ausmaß von 485 Betrieben.
Entwicklung 2006/2007
Auch im Zeitraum 2006/2007 zeigt sich eine nach Bundesländern differenzierte Entwicklung: In Tirol gab es wie erwähnt den stärksten Rückgang bei den Biobetrieben (-15,56%) und auch in der Fläche verzeichnete Tirol als einziges Bundesland ein Minus (- 13 %). Alle anderen Bundesländer legten in der Bio-Anbaufläche zu: Das Ranking führt wie schon im letzten Jahr das Burgenland mit einem Plus von 8,42 Prozent an. Niederösterreich verzeichnete ein Plus von 5,7 Prozent und Oberösterreich von 4,4 Prozent.Den meisten Zuwachs bei den Biobetrieben gibt es in Oberösterreich mit zusätzlich 172 Produzenten.
Tabelle: Biobetriebe nach Bundesländern im Jahr 2007 (Quelle: Grüner Bericht 2008)
| Anzahl der Biobetriebe | ||
| Burgenland | 774 | |
| Kärnten | 1.388 | |
| Niederösterreich | 4.259 | |
| Oberösterreich | 3.521 | |
| Salzburg | 3.475 | |
| Steiermark | 3.453 | |
| Tirol | 2.632 | |
| Vorarlberg | 473 | |
| Wien | 22 | |
| Österreich | 19.997 |
03.04.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


