Was heißt Bio in der Landwirtschaft?
Die Biolandwirtschaft gilt als die umweltschonendste Form der Landbewirtschaftung. Bio ist aber mehr als der Verzicht auf Chemie oder Gentechnik. Dahinter steckt ein ganzheitlicher Ansatz, auf dessen Basis hochwertige Lebensmittel unter Schonung der natürlichen Ressourcen erzeugt werden.
Das bedeutet konkret:
Möglichst geschlossene Kreisläufe am Biobetrieb
Betriebsmittel werden nach Möglichkeit nicht zugekauft, sondern es wird wieder verwendet, was am Hof anfällt. Das gilt besonders für Kompost und Düngemittel (Mist, Gülle).
Kein Kunstdünger
Biobetriebe verwenden beim Anbau von Getreide, Feldfrüchten, Obst und Gemüse keine umweltschädigenden und energieintensiven Kunstdünger.
Keine synthetischen Pflanzenschutzmittel
BiobäuerInnen bringen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel aus, sondern halten Schädlinge, Krankheiten und Unkräuter durch Förderung des ökologischen Gleichgewichts in Schach.
Schonende Bodennutzung
Durch schonende Bearbeitung, Ausbringung natürlicher Dünger und ausgewogene Fruchtfolgen werden die Bodengesundheit und –fruchtbarkeit gefördert.
Artgerechte Tierhaltung
In der Biolandwirtschaft werden die Nutztiere besonders tierfreundlich gehalten. Futtermittel müssen ebenfalls biologischer Herkunft sein, Leistungsförderer oder Antibiotika sind verboten.
Nützen natürlicher Selbstregulierungsmechanismen
Bei der biologischen Landwirtschaft wird auf natürliche Regulationsmechanismen und Selbstheilungsprozesse in intakten Ökosystemen gesetzt.
Keine Gentechnik
BiobäuerInnen verzichten ausnahmslos auf den Einsatz von Gentechnik.
28.12.2005, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


