Bio liegt im Trend
Biologische Lebensmittel boomen. Sie gelten als gesund, sie vermitteln Sicherheit in Zeiten von Lebensmittelskandalen und sie beruhigen das soziale Gewissen. Am wichtigsten ist den Bio-Fans das Bewusstsein, sich gesund zu ernähren.
Lebensmittelskandale stärken Bewusstsein
Bio-Produkte sind gefragter denn je. Der Konsum von biologischen Lebensmitteln ist mittlerweile zur Lebenshaltung einer kritischen Kundenschicht geworden. Skandale wie die BSE-Krise oder Dioxin in Futtermitteln stärken das Bewusstsein für die biologische Herkunft von Produkten. Waren es 1994 erst knapp 40 Prozent der Österreicher, die sich zum Kauf von Bioprodukten bekannten, stieg die Zahl 2006 bereits auf 91 Prozent.
Bio-Fans sind ernährungsbewusst
Dabei ist das Bild der Bio-Hardliner längst passé, die in selbst gestrickten Pullis und Öko-Sandalen Stammkunden in düsteren Naturkostläden waren. Nicht mehr der ideologische Umweltgedanke steht im Mittelpunkt der Kaufintention. Den Bio-Konsumenten ist ihr eigenes Wohlbefinden wichtig - fernab von grüner Romantik. Für 50 % ist laut RollAMA 2006 gesunde Ernährung das Hauptargument für den Griff zur Bio-Ware. Gemessen am Einkauf eines Durchschnittskonsumenten kaufen Bio-Freaks um 3% mehr Frischobst und 2% mehr Frischgemüse, dafür aber um fast 5% weniger an Wurst und fast 3% weniger Fleisch. Auch bei den Fertiggerichten und konservierten Produkten halten sie sich etwas mehr zurück. Das gesamte Einkaufsverhalten lässt auf eine bewusst gewählte ausgewogene Ernährung schließen.
Gewandelte Bio-Vermarktung
Dementsprechend hat sich auch die Vermarktung von Bio-Produkten in den letzten Jahren stark gewandelt: Zusätzlich zu Märkten, Naturkostläden und Reformhäusern etablieren sich moderne Bio-Supermärkte und Zustelldienste. Neu ist auch, dass eigene "Bio-Linien" auch bis dato vom Bio-Trend nicht erfasste, auf niedrige Preise achtende KonsumentInnen ansprechen. Dem Lebensmitteleinzelhandel beschert die Bio-Palette beachtliche Umsatzzuwächse: Von 2003 auf 2006 verzeichnete das Biosegment (ohne Brot) ein Plus von 35 %. Gaben die ÖsterreicherInnen dort im Jahr 2003 noch 149,6 Mio. Euro pro Jahr für Bio-Produkte (exkl. Brot) aus, waren es 2006 bereits 201,5 Mio. Euro (RollAMA).
Downloads
RollAMA_bio-ernaehrungsbewusst.pdf (PDF 35,66 kB )
27.03.2007, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


