Europäischer Aktionsplan zur Stärkung des Biolandbaus
In der Europäischen Union werden immer noch über 95% der landwirtschaftlichen Nutzfläche konventionell bewirtschaftet. Ein EU-weiter Bio-Aktionsplan soll nun Abhilfe schaffen.
Wenn man die biologisch bewirtschaftete Fläche mit der konventionell genutzten vergleicht, so kommt man zu dem Schluss, dass der Biolandbau in Europa noch immer ein Nischendasein fristet. Zwar konnte die biologisch bewirtschaftete Fläche in der europäischen Union innerhalb von acht Jahren (1995-2003) von 1,3 auf 5,8 Mio. Hektar erweitert werden, was aber lediglich 3,5% der gesamten bewirtschafteten Fläche entspricht. Somit werden nach wie vor über 95% der landwirtschaftlichen Nutzfläche konventionell bewirtschaftet.
Ein EU-weiter Bio-Aktionsplan soll nun Abhilfe schaffen. Zu diesem Zweck billigte die Europäische Kommission den „Europäischen Aktionsplan für ökologische Landwirtschaft und ökologisch erzeugte Lebensmittel“, mit dem die weitere Entwicklung des Ökosektors erleichtert werden soll. Die Kommission listet darin 21 konkrete Maßnahmen auf, zu denen die intensive Aufklärung über den ökologischen Landbau, die Bündelung der Fördermaßnahmen im Rahmen der Entwicklung des ländlichen Raums, die Verbesserung der Produktionsstandards und die Verstärkung der Forschungsanstrengungen gehören.
Eines der Hauptziele ist die effizientere Vermarktung von Bio-Produkten. Noch immer ist das Biolebensmittel-Angebot und die Nachfrage je nach Produktgruppe nicht im Gleichgewicht. Während bei Bio-Milch und Bio-Rindfleisch das Angebot die Nachfrage übersteigt, übertrifft vor allem bei Bio-Feingemüse aber auch bei Bio-Schweinefleisch und Bio-Hühnerfleisch die Nachfrage das Angebot bei weitem.
Link:
>> Europäischer Aktionsplan für ökologisch erzeugte Lebensmittel und den ökologischen Landbau
27.12.2005, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


