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Foto: BMLFUW

Wie düngt ein Biobauer?

BiobäuerInnen verzichten generell auf alle chemisch-synthetischen Düngemittel. Stattdessen verwenden sie organische Dünger wie Kompost, Mist, Jauche oder Gülle. Eine weitere Form der Düngung im biologischen Ackerbau ist die so genannte Gründüngung. 


Kein Kunstdünger

BiobäuerInnen setzen organische Dünger wie Jauche, Mist, Gülle oder Kompost ein. Zusätzlich können sie ihre Felder mit Kompost düngen. Eine weitere Form der Düngung im biologischen Ackerbau ist die so genannte Gründüngung mittels Pflanzen, die den Stickstoff aus der Luft fixieren können. Manche Pflanzen –beispielsweise Luzerne, Klee und andere Leguminosen-  versorgen so über ihre Wurzeln den Boden mit Stickstoff. Gerade Ackerbaubetriebe ohne Tierhaltung sind besonders auf den Anbau von Leguminosen in der Fruchtfolge angewiesen. Wesentlicher Vorteil dieser Gründüngung gegenüber der Düngung mit chemisch-synthetischen Stickstoffdüngern: Der Stickstoff landet nicht in Form von Nitrat im Grundwasser. 
 
Schwerlösliche Düngemittel wie bestimmte Formen von Phosphor oder Kali dürfen im Biolandbau bei Bedarf ebenfalls eingesetzt werden. Befindet sich der Boden nicht im Gleichgewicht, können im biologischen Ackerbau den Böden auch Steinmehle und Kalk zugeführt werden. Wesentlich bei allen Düngungsformen im biologischen Ackerbau und im gesamten Biolandbau ist, dass die Böden auf Dauer gesund und fruchtbar erhalten werden. 
 
Fruchtfolge für das Bodengleichgewicht
Primäres Ziel der Düngung im Biolandbau ist die Ernährung des Bodens, nicht der Pflanze. BiobäuerInnen sind deshalb bemüht, die Aktivität des Bodenlebens durch verschiedene Maßnahmen zu erhöhen. Dies erreichen sie, indem sie beispielsweise auf Sortenvielfalt im Rahmen der Fruchtfolge achten.  

Felder, auf denen über Jahre hinweg ein und dieselbe Frucht angebaut wird, verlieren nämlich ihre natürliche Fruchtbarkeit. Darum ist ein abwechslungsreicher Fruchtanbau, die sogenannte Fruchtfolge, notwendig. So wird im biologischen Ackerbau nicht jahrelang Getreide an ein und demselben Ort angebaut, sondern dem „anspruchsvollen Getreide“ folgt eine Blattfrucht wie Sonnenblumen oder Kürbisse. Dazwischen müssen im ausreichenden Ausmaß Leguminosen angebaut werden, die Stickstoff im Boden anreichern, der auch den nachher angebauten Kulturen zur Verfügung steht.

27.12.2005, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit