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Was macht ein Biobauer gegen Schädlinge?

Schädlinge, Krankheiten und Unkräuter werden nicht mit chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln bekämpft, sondern durch Förderung des ökologischen Gleichgewichts in Schach gehalten. Unkraut wird beispielsweise mechanisch entfernt.

Falls unbedingt erforderlich werden natürliche Pflanzenschutzmittel wie Gesteinsmehl, Öle im Obstbau oder Schwefel im Weinbau eingesetzt. Genauso werden Nützlinge wie Raubmilben zur Schädlingsregulierung verwendet. In der biologischen Landwirtschaft dürfen keine gentechnisch veränderten Organismen eingesetzt werden. Alle Bioprodukte sind somit gentechnikfrei erzeugt.
 
Pflanzenschutz im biologischen Ackerbau 
Auch wird beim Pflanzenschutz im biologischen Ackerbau auf chemisch-synthetische Mittel verzichtet. Da z.B. ein starker Schädlings- oder Pilzbefall zumeist auf Fehler bei der Bewirtschaftung der Böden zurückzuführen ist, arbeiten unsere Biobauern vorbeugend und achten auf die richtige Standortwahl der Felder, auf eine richtige Bodenbearbeitung und auf einen vielseitigen und ausgewogenen Pflanzenanbau. Diese biologische Wirtschaftsweise trägt wesentlich dazu bei, dass sich Schädlinge, Pilzbefall und Unkräuter in Grenzen halten.
 
Nützlinge – Hilfe aus der Natur
Eine große Hilfe beim Pflanzenschutz bietet die Natur an: Jeder Schädling hat meist einen natürlichen Gegenspieler, einen so genannten Nützling, der sich von Schädlingen ernährt. Nistplätze und Hecken, die natürlichen Lebensräume der Nützlinge werden geschützt.
 
Erst wenn alle natürlichen Methoden ausgeschöpft sind, werden im biologischen Ackerbau die wenigen erlaubten nicht chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt. Zu den erlaubten Pflanzenschutzmitteln im biologischen Landbau gehören unter anderen Schwefel, Pyrethrum und Öle.

29.12.2005, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit