Weshalb sind Biolebensmittel teurer?
Der Grund liegt in der biologischen Wirtschaftsweise selbst und in den Zusatzkosten für die Biokontrollen. Bedenkt man jedoch, dass mit Hilfe des Biolandbaus Umweltschäden vermieden werden, so sind biologische Lebensmittel auf den zweiten Blick betrachtet nicht unbedingt teurer.
Geringere Produktivität bei größerem Aufwand
Tiere im Biolandbau leben oft in kleineren Beständen, haben mehr Platz im Stall und können sich das ganze Jahr über regelmäßig im Freien bewegen. Dazu kommt, dass die Tiere mit biologischem, also teurerem Futter versorgt werden. Den Tieren werden keine maximalen Leistungen unter großen Stressbelastungen abverlangt.
Ähnliches lässt sich über den biologischen Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln sagen. Ob im Ackerbau, Gemüsebau oder Obstbau, BiobäuerInnen verzichten generell auf alle chemisch-synthetischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Die Erträge sind dadurch in der Regel geringer und der Arbeitsaufwand größer.
Kontrollkosten
Biolebensmittel unterliegen besonders strikten Kontrollen. Gemäß der EU-Verordnung 2092/91 müssen alle biologisch produzierenden Betriebe und deren Erzeugnisse strengstens überprüft werden. Auch die Kosten dafür schlagen sich im Preis nieder.
29.12.2005, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


