Biolandwirtschaft in Österreich: Was und wieviel wird produziert?
Bio-Getreide, Bio-Milch, Bio-Fleisch oder Bio-Gemüse: Hier gibt es einen kurzen Überblick wieviel in Österreich produziert wird, welche Produktgruppen zugelegt und welche ein Minus verzeichnet haben.
Biogetreide wurde im Jahr 2007 auf 76.418 ha angebaut (+20% gegenüber 2006). Insgesamt wurden 2007 rund 123.500 Tonnen Brotgetreide und 71.000 Tonnen Futtergetreide geerntet. Besonders hohe Bioanteile findet man bei den Fruchtarten Dinkel (72%) und Roggen (16%).Bei den Ölfrüchten sind die wichtigsten Kulturen Sojabohnen (1.868ha, -29%), Ölkürbis (2.190 ha, +9%) und Sonnenblumen (1.600 ha). Bei Sojabohnen und Ölkürbis liegt der Bio-Anteil bereits über 10% der Gesamtanbaufläche. Der Anbau von Ölfrüchten ist von 2006 auf 2007 um 14% gefallen.
Die Bio-Erdäpfelproduktion betrug 2007 rund 45.800 Tonnen (2006: 38.100 Tonnen), was einem Plus von 19% entsprach. Der Anteil der Bio-Erdäpfelproduktion an der Gesamterdäpfelproduktion betrug 2007 rund 7%.
Die für die biologische Landwirtschaft notwendigen Stickstofflieferanten haben an der kulturspezifischen Gesamtfläche sehr hohe Anteile (Körnererbse 28%, Luzerne 66%, Rotklee 53%, Ackerbohne 47%).
85% der Biobetriebe halten Vieh, wobei 2007 der durchschnittliche Viehbestand je Betrieb rund 18 Großvieheinheiten betrug. Auf Österreichs Biobetrieben wurden 342.000 Rinder, davon 81.500 Milchkühe gehalten. Bei der Milch geben die Milchquoten der Biobetriebe (rund 404.500 Tonnen, A- und D-Quote) einen guten Hinweis auf die Marktleistung der Biobetriebe. Die tatsächlich als Biomilch angelieferte Milch machte rund 293.000 t aus.
Der Bio-Schweinebestand war mit 69.000 Stück relativ niedrig (2% aller Schweine), dagegen liegt der Schafbestand mit 84.000 (24% aller Schafe) sehr hoch. Weiters hielten die Biobetriebe 2006 rund 1.099.000 Stück Geflügel.
03.04.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


