Bio boomt weiter
Der Bioboom bleibt weiterhin ungebrochen, wie die RollAMA für 2006 zeigt. Bereits 87 Prozent der ÖsterreicherInnen greifen zumindestens gelegentlich zu Bio-Frischwaren. Und die Nachfrage dürfte weiter steigen.
Gingen im Jahr 2004 rund 74.000 Tonnen Bio-Frischwaren (exkl. Brot) im Wert von rund 150 Mio. Euro über den Ladentisch der Handelsketten, so waren dies im Vorjahr bereits rund 90.000 Tonnen im Wert von fast 202 Mio. EURO. Das entspricht einem Wachstum von 35% innerhalb von drei Jahren. Damit sind 5,7 % aller im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel verkauften Frischwaren (exklusive Brot) aus biologischer Herkunft. Wertmässig liegt Bio bei 4,9 %.
Der Bio-Anteil wächst dabei in fast allen Warengruppen. Besondere Renner sind Bio-Eier und Bio-Milch. Milch- bzw. Milchprodukte sowie Eier gehören zu den am häufigsten gekauften Bio-Produkten, gefolgt von Bio-Kartoffeln, Bio-Frischobst und Bio-Gemüse.
Immer mehr kaufen immer häufiger Bio
Laut einer RollAMA Motivanalyse aus dem Februar 2007 greifen 87 der ÖsterreicherInnen zumindestens gelegentlich zu Bio-Frischwaren. 33% der Befragten geben an, häufig Bio zu kaufen, 16% der KonsumentInnen tun das sogar immer. Im Jahr 2005 waren dies im Vergleich dazu 24% „Häufig-Bio-Käufer“ und nur 9%, die immer Bio in den Einkaufskorb legten. Die größten Bio-Fans sind Familien und Menschen mit hoher Bildung.
Weiteres Wachstum zu erwarten
Für die Zukunft ist allerdings noch ein anderer Umstand interessant: Derzeit geben selbst die Bio-Heavy-User nur 13% ihrer Ernährungsausgaben für Bioprodukte aus. Dies lässt erwarten, dass bei entsprechender Verbesserung des Bio-Angebotes in den nächsten Jahren mit einem deutlichen Wachstum des Biomarktes gerechnet werden kann. Die Nachfrage dafür ist jedenfalls vorhanden.
Diskonter-Anteil am Bio-Markt steigt
Der Anteil der Diskonter am Bio-Markt ist seit 2003 mengenmäßig um gut 10% gestiegen und liegt jetzt bei über 35%, was damit zusammenhängt, dass auch Diskonter mit Eigenmarken verstärkt auf Bio setzen. Der Wert allerdings ist auf dieser Verkaufsschiene deutlicher zurückgeblieben als in der Entwicklung des Gesamtmarktes. Den 35% Menge stehen lediglich 27% Wert am gesamten LEH gegenüber. Auch im Bio-Segment kommt die Tiefpreispolitik der Diskonter zu tragen.
RollAMA
Die Daten der RollAMA (rollierende Agrarmarktanalyse der AMA Marketing) beziehen sich auf Aufzeichnungen der Einkäufe von 1.400 österreichischen Haushalten. Aufgezeichnet werden Fleisch und Geflügel, Wurst, Milch und Milchprodukte, Käse, Obst, Gemüse, Eier, Kartoffeln, Tiefkühl-Produkte, teilweise Fertiggerichte, aber nicht Brot & Gebäck. Die RollAMA ist das einzige Haushaltspanel, das den gesamten Frischwarenbereich umfasst.
Link:
>> www.ama.at
Downloads
RollAMA_Biofrequenz.pdf (PDF 164,61 kB )
27.03.2007, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


