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der neue bio austria obmann rudi vierbauch
Foto: Bio Austria

Neuer Obmann bei Bio Austria

Anlässlich der BIO AUSTRIA Delegierten-Versammlung am 25. April 2007 im oberösterreichischen Puchberg wurde der Kärntner Biobauer Rudi Vierbauch zum neuen BIO AUSTRIA Obmann gewählt. Das erklärte Ziel von Vierbauch ist es, den österreichischen Bio-Bedarf in wichtigen Bereichen zu 100% zu decken.

Die Delegiertenversammlung der größten europäischen Biobauernorganisation Bio Austria hat am 25. April den 55-jährigen Oberkärntner Rudolf Vierbauch zum neuen Obmann gewählt. Er folgt in dieser Funktion Hannes Tomic nach, der nach drei Jahren an der Verbandsspitze eine äußerst positive Bilanz zieht. Ebenso wurde das bisher 14-köpfige Vorstandsgremium auf sechs Personen verkleinert. Der neue Obmann sieht seine Aufgaben vor allem darin, auf dem bisher gelegten Fundament "den Markterfolg von Biolebensmitteln auch zu einem wirtschaftlichen Erfolg für die heimischen Biobauern zu machen".
 
Vierbauch bewirtschaftet seit 1988 in Obervellach einen Biobetrieb mit Schwerpunkt Milchviehhaltung (35 Kühe - 200.000 kg Milch). Sein agrar- und marktpolitisches Engagement für den Biolandbau zeigte er unter anderem als Obmann der Kärntner Biobauern (2002-2007), als Vorstandsmitglied von Bio Austria (ab 2004) sowie in seinen Tätigkeiten bei der ARGE Bio-Rind und der Kärntner Milch.
 
Tomic: Entscheidende Rahmenbedingungen geschaffen 
Der scheidende Gründungsobmann zog am Donnerstag in Wien zufrieden Bilanz seiner 12-jährigen Tätigkeit für den heimischen Biolandbau und den drei Jahren als Obmann der Bio Austria. Seinen größten Verdienst sieht Tomic in der Vereinheitlichung der 16 österreichischen Verbände zum geeinten Netzwerk Bio Austria. Diese Interessengemeinschaft habe es geschafft, politische Rahmenbedingungen für den Biolandbau zu schaffen, "die Österreich im Spitzenfeld positionieren, was Fördersätze pro ha betrifft". Maßgeblich vergrößert haben sich seit 2003 auch die Zahl der Biobauern (von 10% auf 15%) sowie die ökologisch bewirtschaftete Fläche (von 12% auf derzeit 17%). "Die Voraussetzungen für das mit der Bundesregierung vereinbarte Ziel von 20% Biolandbau bis zum Jahr 2010 sind erstmals auch ausfinanziert", zeigte sich Tomic erfreut.
 
Gute Marktentwicklung, Preise liegen zurück 
Während sich die Marktlage für biologische Lebensmittel in den vergangenen drei Jahren gut entwickelt hat, sind die Biobauern mit der Preisentwicklung "bei Weitem nicht zufrieden". "Wir haben heute einen Marktanteil in Österreich von 6 bis 6,5%. Das klingt nicht nach viel, nach Produktgruppen sind wir mit 14% bei Biomilch, 25% bei Eiern und mehr als 20% bei Gemüse sehr gut unterwegs. Bei den Biozuschlägen haben wir den Plafond aber noch nicht erreicht", sind sich der scheidende und der neue Obmann einig.
 
Ziel müsse es sein, in wichtigen Bereichen wie zum Beispiel Gemüse den österreichischen Bedarf zu 100% zu decken, sieht Vierbauch seine künftigen Aufgaben darin, politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um noch mehr Landwirte zum Umstieg auf Bio zu bewegen. Die Aufgabe sei nun, mit fairen Erzeugerpreisen die Existenz und Entwicklung der biologisch wirtschaftenden Betriebe abzusichern. Konkrete Maßnahmen, wie Abnahmegarantien des Handels, sollen dabei konventionellen Landwirten den Umstieg auf Bio erleichtern und damit "einen entscheidenden Beitrag zur Ökologisierung der österreichischen Landwirtschaft leisten".(AIZ/BMLFUW)
 
Link:
>> www.bio-austria.

27.04.2007, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit