BIO AUSTRIA Biobauern und Verarbeiter wollen weiterhin Gentech-Grenzwert von 0,1% einhalten
Durch die derzeit guten Rahmenbedingungen in Österreich sind die BIO AUSTRIA Biobäuerinnen und Biobauern laut eigenen Angaben in der Lage, auch weiterhin den mit 0,1% im österreichischen Lebensmittel-Codex festgeschriebenen Grenzwert erfüllen zu können.
„Österreich hat in punkto Gentechnikfreiheit eine Vorreiterrolle – diese werden wir keinesfalls aufgeben, das wäre verantwortungslos. Es wurden bereits in der Vergangenheit Vorkehrungen getroffen, dass wir einen Grenzwert von 0,1% einhalten können. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen ist in Österreich verboten und die strenge Saatgut-Gentechnikverordnung gewährleistet die Reinheit unseres Saatgutes. Zudem erfolgt die Bio-Produktion und Verarbeitung strikt getrennt. Damit können wir auch weiterhin einen Grenzwert von 0,1% einhalten, wie ihn der österreichische Lebensmittel-Codex vorsieht“ –so BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch.BIO AUSTRIA lehnt "Routine-GVO-Verunreinigungen" für Bio-Lebensmittel ab
Für BIO AUSTRIA darf die neue Bio-Verordnung keinesfalls ein Freibrief für gentechnische Verunreinigung sein. Der Verband lehnt daher "Routine-GVO-Verunreinigungen" für Bio-Lebensmittel ab. Die 0,9% seien ausschließlich ein Kennzeichnungsgrenzwert für zufällige, technisch unvermeidbare Verunreinigungen und keinesfalls ein Rahmen, der missbräuchlich ausgenutzt werden dürfe. Die Erwägungsgründe in der neuen EU-Bioverordnung verpflichteten zudem alle Beteiligten zu geringstmöglichen Verunreinigungen, so BIO AUSTRIA.
Verschärfung im Gentechnik-Kennzeichnungsrecht der EU gefordert
Gentechnikfreiheit ist unteilbar - das Problem gentechnischer Verunreinigung betrifft biologische und konventionell gentechnikfrei wirtschaftende Bauern gleichermaßen und muss daher für alle Bauern gelöst werden. Dazu fordert Bio Austria eine massive Verschärfung im Gentechnik-Kennzeichnungsrecht der EU.
Link:
www.bio-austria.at
15.06.2007, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


