http://www.biolebensmittel.at
Home

Servicelinks

Hauptnavigation

Suche



Standort

Inhalte

marktstand mit biogemüse
Foto: BMLFUW/AMA-Bioarch...

Lebensministerium und BIO Austria präsentieren neues Bio-Aktionsprogramm

Der österreichische Bio-Markt boomt, aber die Betriebszahlen wachsen nicht im selben Ausmaß wie die Nachfrage. Es werden weitaus mehr Bio-Betriebe benötigt. Das neue Bio-Aktionsprogramm soll Impulse dazu geben. Klares Ziel ist es, den Bio-Standort Österreich weiter auszubauen.

 
„Wir müssen sicherstellen, dass wir der Nachfrage entsprechend in der Produktion mitwachsen“, so Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll anlässlich der Präsentation des neuen Bio-Aktionsprogramms am 15. April.
 
Österreichischer Bio-Markt wächst rascher als Bio-Landwirtschaft
Die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten verlangen Bio-Lebensmittel. Im Lebensmittelhandel herrscht ein ungebrochener Bio-Boom. So ist der Gesamtumsatz von 2006 auf 2007 um 18 Prozent auf 590 Millionen Euro gestiegen.
 
Der Zuwachs an Biobetrieben kann damit nicht Schritt halten. Österreich ist im Bio-Bereich zwar Spitzenreiter und hat in den letzten Jahren seinen internationalen Spitzenplatz im Bio-Bereich weiter ausgebaut. Die biologisch bewirtschaftete Fläche wuchs im Jahr 2007 aber nur um 2,7 Prozent. Damit hat Österreich einen Bio-Anteil von 16 Prozent an der landwirtschaftlichen Nutzfläche. In absoluten Zahlen gibt es in Österreich 10.000 Hektar mehr Biofläche als im Jahr 2006, sie macht nun 371.000 Hektar aus. Die Zahl der Bio-Betriebe ist auf hohem Niveau konstant geblieben, mit etwa 20.000 Bio-Höfen hat Österreich einen Anteil von 14 Prozent Biobetrieben.
 
Spitzenplatz halten, Nachfrage aus dem Inland decken
Vordringliches Ziel des neuen Bio-Aktionsprogramms ist es, die Position Österreichs als „Bioland Nr. 1“ in der EU (gemessen am Anteil der biologisch bewirtschafteten Flächen) weiter zu halten. Der Anteil von Bio-Flächen an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche soll  bis 2010 auf 20 Prozent gesteigert werden. Alle biologisch erzeugten Produkte sollen auch biologisch vermarktet werden und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln soll vor allem aus dem Inland abgedeckt werden können.
 
Bio-Landwirtschaft schützt das Klima
Ein weiteres wichtiges Ziel des neuen Bio-Aktionsprogramms ist es, die Umweltleistungen der Biologischen Landwirtschaft (Förderung der Biodiversität, Schutz des Bodens, Wassers, Klimas usw.) verstärkt der Öffentlichkeit zu kommunizieren. So schützt etwa die Biologische Landwirtschaft das Klima. Gegenüber der herkömmlichen Landwirtschaft spart die biologische Landwirtschaft 60 % der CO2-Emissionen ein. Ein wesentlicher Punkt ist das Nichtverwenden des Handelsdüngerstickstoffs, der aus der Energie fossiler Energieträger stammt. Zudem ist die CO2-Bindung aufgrund der höheren Wurzelmassen der Hauptfrüchte, der höheren Flächenanteile der Zwischenfrüchte und Untersaaten (Humusaufbau) wesentlich besser.
 
Verstärkte Zusammenarbeit mit GENUSS REGION Österreich
Außerdem soll über das neue Aktionsprgramm mehr Information über Bio-Erzeugnisse an Konsumentinnen und Konsumenten herangetragen werden. Dies soll durch entsprechenden Unterricht in Schulen für junge KonsumentInnen, stetige Kommunikation mit den Medien und der Ausbildung der landwirtschaftlichen Informationsträger erreicht werden. Zielgruppen sind etwa junge und werdende Mütter (Bio-Baby-Box), Kindergärten und Horte (Gemeinschaftsverpflegung, Schuljause). Ein Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit sind auch Bio-Lebensmittel in Kombination mit Regionalität und Genuss. Das bedeutet eine verstärkte Zusammenarbeit mit der GENUSS REGION Österreich, wo das Lebensministerium einen erfolgreichen Weg der Regionalisierung gegangen ist. Heuer wurde erstmals eine BIO Genuss Region, die „Genuss Region Nationalpark Kalkalpen Bio-Rind“ ausgezeichnet.
 
Mittel für Beratung aufgestockt
Die Effizienz- und Rentabilitätsverbesserung in der biologischen Produktion ist ein zentraler Ansatzpunkt in diesem Aktionsprogramm. So soll die Biologische Landwirtschaft für die künftigen Herausforderungen im kommenden Jahrzehnt vorbereitet werden. Das Aktionsprogramm neu ist ein Fitnessprogramm für die Biologische Landwirtschaft, es zielt umfassend auf die Weiterentwicklung der Biologischen Landwirtschaft. Daher wurden auch die Mittel für Beratung auf 8,5 Millionen Euro pro Jahr aufgestockt.
 
Bio-Aktionsprogramm ergänzt Grünen Pakt
Die Weichen für Weiterentwicklung der biologischen Landwirtschaft sind grundsätzlich im „Grünen Pakt für Österreichs Landwirtschaft“ gestellt. Durch das Bio-Aktionsprogramm werden gemeinsame Strategien festgelegt und weitere Impulse für den Bio-Standort Österreich gesetzt. Das Bio-Aktionsprogramm ist zusätzlich zu den Förderungen wichtig, um tatsächlich eine Bewegung entstehen zu lassen.
 

Downloads

15.04.2008, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit