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Biobauer mit seiner Salaternte
Foto: BMLFUW/AMA-Bioarch...

Das österreichische Bio-Aktionsprogramm

Die Förderung der Bio-Landwirtschaft hat in Österreich seit Beginn der 1990-er Jahre einen hohen Stellenwert. Ein eigenes Bio- Aktionsprogramm soll die Position Österreichs als EU-Bioland Nr. sicherstellen.

 
Im Jahr 2001 hat das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) das erste österreichisches Bioaktionsprogramm gestartet. 2003 und 2005 wurden weitere umgesetzt. Das nun laufende Bio-Aktionsprogramm 2008 – 2010 schließt an die Erfolge der vorangegangenen Programme an.
 
Das Programm enthält allgemeine Vorgaben und einen Maßnahmenteil, in dem jene Förderungsmaßnahmen gelistet sind, die in den jeweiligen Jahren umgesetzt werden sollen. Die Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf die Bereiche Bildung und Beratung, Forschung, Effizienz- und Rentabilitätsverbesserung in der biologischen Produktion sowie Öffentlichkeitsarbeit. So sollen die Umweltleistungen der Biologischen Landwirtschaft verstärkt vermittelt werden. Ein Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit sind auch Bio-Lebensmittel in Kombination mit Regionalität und Genuss. Das bedeutet eine vertiefte Zusammenarbeit mit der GENUSS REGION Österreich.
 
Viele Ziele schon erreicht 
Im Bio-Aktionsprogramm werden ehrgeizige Ziele genannt, von denen dennoch viele schon verwirklicht werden konnten. Aus dem Aktionsprogramm 2005-2008 wurde beispielsweise bereits realisiert:

- Österreich hat die Position als EU-Bioland Nr. 1 weiter behalten.
- Die Vermarktung von Bioerzeugnissen steigt weiter an und Bio-Lebensmittel sind wichtiger Bestandteil im Einkaufskorb der Österreicher.
-  Die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bei Bio-Milch konnte so gut wie geschlossen werden. Das Marktvolumen von Bio-Erzeugnissen liegt je nach Erzeugnis zwischen 2 % (Fleisch, Wurst) und 20 % (Brot, Eier).
- Die Medienpräsenz zu Bio-Erzeugnissen wurde erhöht und somit die Aufmerksamkeit der Konsumenten geschärft.
 
Die vordringlichen Ziele des Aktionsprogramms 2008 - 2010 sind:
1. Die Position als EU-Bioland Nr. 1 (gemessen am Anteil der biologisch bewirtschafteten Flächen) soll weiter gehalten werden.
2. Der Anteil von Bio-Flächen an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche soll bis 2010 auf 20 % steigen.
3. Alle biologisch erzeugten Produkte sollen auch biologisch vermarktet und die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln soll vor allem aus dem Inland abgedeckt werden können: Der Marktanteil an Bio-Erzeugnissen soll besonders bei den bisher weniger erfolgreichen Lebensmitteln (Fleisch, Wurst) weiter angehoben und bei den noch in nicht ausreichendem Ausmaß erzeugten die Produktion angekurbelt werden (vor allem Obst und Gemüse).
4. Die Umweltleistungen der Biologischen Landwirtschaft (Förderung der Biodiversität, Schutz des Bodens, Wassers, Klimas usw.) soll verstärkt der Öffentlichkeit kommuniziert werden.
5.  An die Konsumenten soll über Bio-Erzeugnisse mehr Information herangetragen werden; durch entsprechenden Unterricht in Schulen für junge Konsumenten, stetige Kommunikation mit den Medien, Ausbildung der landwirtschaftlichen Informationsträger und direkte Information des medizinischen Personals sollen hierzu beitragen.
6. Die Effizienz- und Rentabilitätsverbesserung in der biologischen Produktion ist ein zentraler Ansatzpunkt in diesem Aktionsprogramm; mit den dafür zentralen Maßnahmen im berufsbildenden und investiven Bereich soll auch die Biologische Landwirtschaft umfassend weiterentwickelt und für die künftigen Herausforderungen im kommenden Jahrzehnt vorbereitet werden. Das Aktionsprogramm neu ist ein Fitnessprogramm für die Biologische Landwirtschaft.
7.  Das Fitnessprogramm im Rahmen des Programms zur Entwicklung des ländlichen Raums zielt umfassend auf die Weiterentwicklung der Biologischen Landwirtschaft.

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15.04.2008, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit