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Niki Berlakovich PK Definition von Lebensmittelqualitaet; Präsentation einer Studie von Sophie Karmasin
Foto: Robert Strasser

Studie: Skepsis bei Bio-Produkten

Bei der großen Auswahl an heimischen und internationalen Bio-Produkten verliert man leicht den Überblick. Ist ein Produkt tatsächlich bio oder geht man gerade einem Marketing-Schmäh auf dem Leim? Die Skepsis bei den KonsumentInnen wird größer, wie eine Studie zeigt.

Bio ist nicht gleich Bio. Immer mehr KonsumentInnen stehen Produkten, die als Bio deklariert sind, kritisch gegenüber. Das ergab eine sozialwissenschaftliche Studie, die vom Lebensministerium in Auftrag gegeben wurde ("Die Definition von Lebensmittelqualität und Regionalität aus Sicht der Bevölkerung", Sophie Karmasin. Market Intelligence, Juni 2009).
 
Bio wird prinzipiell positiv gesehen
Demnach bezweifeln immer mehr ÖsterreicherInnen die Glaubwürdigkeit von Bio-Produkten. Zwar steht man Bio größtenteils grundsätzlich positiv gegenüber, doch viele negative Berichte und einige Skandale, bei denen Bio als Schwindel aufgedeckt worden sind, haben dazu beigetragen, dass die Skepsis immer größer wird. Die Befragten kritisierten vor allem, dass Produkte als rein biologisch gekennzeichnet sind, obwohl verschiedene Stufen des Herstellungsprozesses nicht auf biologische Art und Weise erfolgen.
 
Regionalität, Geschmack und artgerechte Tierhaltung sind wichtig
Besonders Personen aus der ländlichen Gegend und aus dem Westen Österreichs stehen Bio eher kritisch gegenüber – wohl auch deshalb, weil diese oft die Möglichkeit haben, beim Bauernmarkt oder Ab-Hof einzukaufen. Bio-Käufer schätzen nämlich nicht nur die Herstellungsweise, sondern ihnen sind auch die Rahmenbedingungen der Produktion wichtig. So spielen auch die räumliche Nähe (Regionalität), eine artgerechte Tierhaltung sowie Geschmack und Gesundheit eine Rolle.
 
Berlakovich: sind am richtigen Weg
"Wir sind am richtigen Weg, müssen uns aber gleichzeitig auch an den Ergebnissen der Studie orientieren und darauf reagieren“, kommentiert Lebensminister Niki Berlakovich die Ergebnisse. „Früher wurde Bio mit Regionalität gleichgesetzt, mittlerweile gibt es aber bereits viele internationale biologische Produkte", verweist der Minister auf große Auswahl an Bio-Prdoukten.
 
Wirtschaftskrise hält Bio-Fans nicht ab
Die Wirtschaftskrise hält übrigens echte Bio-Fans nicht von ihren Konsumgewohnheiten ab. Sporadische Bio-Käufer hingegen, greifen nun weniger oft zu Bio-Produkten aufgrund des Preisniveaus und der Glaubwürdigkeit. 
 

26.08.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit