Karfiol
Der Karfiol (Brassica oleracea) ist botanisch betrachtet ein Familienangehöriger der Kreuzblütler (Brassicacea). Er wird auch Blumenkohl genannt und ist seit etwa 500 Jahren in Nordeuropa beheimatet.
Seinen Ursprung hat er - wie die meisten Kohlarten - im Mittelmeerraum. Karfiol wird heute weltweit kultiviert und findet sich als Zutat in den Rezepten der unterschiedlichsten Esskulturen. In unseren heimischen Gefilden wird der Karfiol von Ende Mai bis Ende Oktober geerntet - er ist in dieser Zeit als kontrollierte Ware aus biologischem Freilandgemüseanbau zu haben. Allerdings ist der Karfiolanbau stark von witterungsbedingten Schwankungen abhängig, da der richtige Erntezeitpunkt vor der eigentlichen Blüte der Gemüsepflanze liegt und täglich wechseln kann. Karfiol ist übrigens sehr lichtscheu: Seine typisch weiße Farbe hat er nur, weil der Kopf durch große Hüllblätter vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Auf diese Weise wird die Entstehung von grünem Pflanzenfarbstoff (Chlorophyll) unterbunden. In den letzten Jahren sind auch vermehrt intensiv schmeckendere hellgrüne Sorten (z.B. Türmchenkarfiol) auf den Markt gekommen. Seinen Ursprung hat er - wie die meisten Kohlarten - im Mittelmeerraum. Karfiol wird heute weltweit kultiviert und findet sich als Zutat in den Rezepten der unterschiedlichsten Esskulturen.Tipps zu Kauf, Lagerung und Zubereitung
Karfiol hat ein dezentes, doch typisches Kohlaroma. Man kann ihn roh oder blanchiert als Rohkostsalat zubereiten. Pfeffer, Kümmel, Muskatnuss und Rosenpaprika unterstützen den feinen Geschmack. In Gemüsesuppen oder püriert als Karfiol-Cremesuppe behält er sein typisches Aroma und eignet sich in dieser Form besonders gut als Vorspeise zu Fleischgerichten. Karfiol schmeckt als Hauptspeise in Béchamelsauce mit Käse und Bröseln gratiniert sehr fein. Gedünstet reicht man ihn als Beilage zu Fleisch und Fisch und eine sehr sättigende Spezialität ist der panierte und in Öl gebackene Karfiol mit Remouladensauce. Karfiol kauft man am besten frisch und verarbeitet ihn noch am selben Tag, so gehen möglichst wenige Geschmacksstoffe verloren. Wenn die Küchenplanung die sofortige Verarbeitung nicht zulässt, so kann man Karfiol im Gemüsefach des Kühlschranks ungewaschen und als unzerteilten Kopf zwei bis maximal drei Tage aufbewahren. Doch Vorsicht: Nie gemeinsam mit Paradeisern oder Obst lagern. Diese geben Reifegas ab, durch das der Karfiol schneller welkt. Karfiol muss man vorsichtig behandeln, er bekommt leicht Druckstellen, die sich schon bald bräunlich verfärben und ihn unansehnlich erscheinen lassen. Karfiol sollte man entweder unzerteilt (den Strunk kreuzweise einschneiden) oder als einzelne Röschen in wenig Wasser im geschlossenen Topf garen. Gibt man ein wenig Zitronensaft in Kochwasser, so bleibt der Karfiol schön weiß. Stängel und kleine Blätter können übrigens mitgegart werden.
15.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


