Hühnerfleisch aus biologischer Landwirtschaft
Durch artgemäße Haltung und Fütterung garantieren Bio-Hühner Fleisch und Eier von höchster Bio-Qualität. Dieses Plus an Geschmack wissen immer mehr KonsumentInnen zu schätzen und greifen zu Geflügelprodukten aus biologischer Landwirtschaft.
Hühnerfleisch hat's in sichHühnerfleisch ist als gesund, fett- und kalorienarm sowie leicht verdaulich bekannt. Eine fettarm zubereitete Portion Hühnerbrust (ohne Haut) hat nur 165 Kilokalorien. Gegenüber anderen fettarmen Fleischarten hat Hühnerfleisch zusätzliche Vorteile, nämlich die Art und Verteilung des Fettes. Hühnerfleisch kann daher einen sehr wichtigen Beitrag in der fettreduzierten Ernährung leisten, es weist ein ernährungsphysiologisch günstiges Verhältnis von Eiweiß zu Fett aus. Die Biologische Wertigkeit von tierischem Eiweiß ist bei Geflügel besonders hoch. Diese Wertigkeit gibt an, wieviel Gramm körpereigenes Eiweiß der Mensch aus 100 g Nahrungseiweiß aufbauen kann: bei Geflügeleiweiß sind es 80 g. Zum Vergleich: aus 100 g Weizeneiweiß kann der Körper nur 47 g körpereigenes Eiweiß bilden. Besondere Bedeutung hat eine ausreichende Eiweißversorgung für Personengruppen mit erhöhtem Bedarf: Schwangere, Stillende, Senioren, Kinder und chronisch Kranke.
Bei Geflügelfleisch befindet sich das Fett meist direkt unter der Haut und kann leicht entfernt werden. Ein großer Teil des Unterhautfettes tritt beim Braten oder Grillen aus. Deshalb liegt der tatsächliche Fettgehalt in verzehrfertigem Geflügel immer unter jenem von rohem Geflügel. Die Zusammensetzung des Fettes im Geflügelfleisch ist gesundheitlich viel günstiger als jenes von anderen Tierarten. Der größere Anteil an so genannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie etwa Linol- und Linolensäure sorgt dafür. Ungesättigte Fettsäuren sind wichtige Bausteine der Zellwände. Im Unterschied zu gesättigten Fettsäuren können ungesättigte Fettsäuren den Cholesterinspiegel senken. Zudem bewirkt ein höherer Gehalt an ungesättigten Fettsäuren eine leichtere Verdaulichkeit des Fettes, da der Schmelzpunkt niedriger liegt. Hühnerfleisch ist darüber hinaus ein wichtiger Lieferant von Vitaminen, Mineralstoffen und wertvollen Spurenelementen. Vitamin B12 und B2, Niacin (optimiert Stoffwechselvorgänge), Vitamin B6 (wichtig für Eiweißstoffwechsel, Nervensystem, Immunabwehr, Bildung des roten Blutfarbstoffe), aber auch Eisen, Zink, Kalium und andere wichtige Spurenelemente stecken im Hühnerfleisch.
Was sollten Sie bei Kauf, Lagerung und Zubereitung beachten?
Woran erkennt man Frischgeflügel? Die Fleischreifung von Geflügel ist nach 24 Stunden abgeschlossen. Das ist im Vergleich mit Rind, Kalb, Schwein oder Lamm relativ schnell, entsprechend kurz ist die Haltbarkeit. Frischgeflügel erkennt man an folgenden Merkmalen: am frischen Geruch an der unverletzten, gleichmäßig hellen bzw. maisgelben Hautfarbe und am biegsamen Brustbein.
Um die Vielfalt der Nährstoffe zu erhalten, empfiehlt es sich, das Hühnerfleisch schonend zuzubereiten. Nährstofferhaltend garen heißt: mit möglichst wenig Wasser kochen. Am besten, man nutzt das Kochwasser für Suppen und Soßen, so erhält man bestmöglich Vitamine und Spurenelemente. Wichtig ist ein rascher Transport (vom Supermarkt bzw. Erzeuger) nach Hause. Voraussetzung für eine hohe Produktqualität ist auch eine nicht unterbrochene Kühlkette vom Vermarkter über den Lebensmittelhandel bis kurz vor Zubereitung.
Frisches Hühnerfleisch sollte nur kurzfristig im Kühlschrank aufbewahrt werden, als Faustregel gelten maximal zwei Tage. Hühnerfleisch eignet sich darüber hinaus auch gut zum Gefrieren, für maximal neun Monate. Stark angetautes oder aufgetautes Hühnerfleisch sollte sofort verwendet und nicht wieder eingefroren werden.
Achtung auf Salmonellen
Auf der Haut von Geflügel können sich Salmonellen befinden. Sie werden zwar durch Erhitzen abgetötet, können vorher aber auf andere Lebensmittel übertragen werden und zur Salmonelleninfektion führen. Achten Sie also darauf das Hühnerfleisch nicht mit Lebensmitteln in Berührung gerät, die danach roh verzehrt werden. Wichtig ist auch eine entsprechende Hygiene: benutzte Geräte, Werkzeuge und Schneideunterlagen sollten erst nach gründlicher Reinigung wieder für andere Lebensmittel verwenden werden. Dasselbe gilt für Arbeitsplatz und Hände. Ein Durchgaren der Produkte (Erhitzung auf mindestens 75° C für wenigstens 10 Minuten) zerstört mögliche Krankheitserreger. Zubereitungsarten wie „medium“ oder „rare“, wie sie beispielsweise bei Rindfleisch üblich sind, sollten bei Geflügelfleisch nicht angewandt werden.
09.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


