Wacholder
Der Wacholder (Juniperus communis L.) ist ein manchmal bis übermannshoher, säulenförmiger Strauch und gehört zur Familie der Zypressengewächse. Die Früchte des Wacholders, kugelige Beerenzapfen, brauchen zwei Jahre bis zur Reife.
Wacholder wächst in ganz Europa und in den klimatisch gemäßigten Zonen Asiens. Mit seinem typischen Wuchs und seinem charakteristischen Erscheinungsbild gehört der Wacholder zur Pflanzengesellschaft karger Heide- und Berglandschaften.Die Verwendung von Wacholder als Gewürz, Heil- und Zaubermittel ist sehr alt. Schon vor 3.500 Jahren stellte man in Ägypten aus einer Mischung von Kräutern und Wacholderbeeren wässrige Lösungen zur Mundhygiene her.
Verwendung in der Küche
Die Wacholderbeeren, die in der heimischen Küche die gebräuchlichste Form des Gewürzes darstellen, werden von den Sträuchern geerntet und anschließend getrocknet. Durch das Trocknen erhalten die Beeren ihre typisch schwarzbraun bis bläulich-schwarze Färbung. Üblicherweise mengt man Wacholderbeeren ganz, grob gehackt oder auch gemahlen den jeweiligen Gerichten als Würze bei. Wacholderbeeren sind sehr aromatisch. Sie haben einen typischen Duft, der oft als charakteristisch balsamisch beschrieben wird. Wacholderbeeren schmecken süßlich-würzig mit terpentinartigem Akzent.
Wacholderbeeren sind für alle Gerichte mit deftiger Note eine willkommene geschmacksgebende Komponente und sind darüber hinaus in vielen Gewürzmischungen enthalten. Ob zum Würzen von Fleischgerichten, kräftigen Suppen und Sauerkraut oder zur Verfeinerung von Fischsud, Marinaden, Soßen und Beizen - Wacholder ist hier immer einen Versuch wert und entfaltet nicht nur im geistreichen Wacholderschnaps sein volles Aroma.
15.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


