Gewürznelken
Der Gewürznelkenbaum (Syzygium aromaticum) gehört botanisch zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Er erreicht eine Höhe von bis zu 20 Metern und wird etwa 100 Jahre alt. Gewürznelken-Bäume stammen ursprünglich von den Molukken (Indonesien) und benötigen tropisches Seeklima.
Die bedeutendsten Anbaugebiete sind heute die Insel Pemba (Tansania) und Indonesien. Weit vor Christi Geburt waren Nelken in China und Indien begehrte Gewürze, mit dem römischen Imperialismus gelangten sie nach Europa. Alexandria und Konstantinopel waren noch bis ins Mittelalter hinein die wichtigsten Umschlagplätze für das geschätzte Gewürz.Gewürznelken sind im Handel entweder als ganze Nelken oder als gemahlenes Pulver in Bioqualität erhältlich. Die Nelken, die bei uns in den Kochtopf kommen, sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes. Sobald sich die geschlossenen Blütenknospen im Laufe der Reife von grün nach rosa verfärben, werden sie geerntet. Anschließend werden die Knospen für mehrere Tage zum Trocknen ausgebreitet, bis sie eine kräftig braunrote Farbe haben. Der Gewichtsverlust ist beträchtlich: Eine Tonne frische Nelken ergeben etwa 250 kg des getrockneten Gewürzes. Nelken duften stark aromatisch und charakteristisch süßlich. Sie schmecken intensiv würzig und hinterlassen ein scharfes Brennen, das wohl jeder kennt, der schon einmal aus Versehen auf eine Gewürznelke gebissen hat. Nelken sollte man in jedem Fall sparsam gebrauchen.
Sie sind vielseitig einsetzbar und eignen sich zum Würzen von Fleischgerichten, Fischsud, Marinaden, Soßen, Ragouts aber auch zur Verfeinerung von Backwaren und Obstgerichten. Eine mit Nelken gespickte halbe Zwiebel wirkt beim Reiskochen wahre Wunder. Die Zwiebel kann als dekorative Beilage gereicht werden und der Reis selbst bekommt einen fein aromatischen Geschmack.
15.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


