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Koriander
Foto: Wikimedia Commons

Koriander

Koriander (Coriandrum sativum L.) gehört botanisch zur Familie der einjährigen Doldenblütengewächse (Apiaceae) und erreicht eine Wuchshöhe von etwa 60 Zentimetern. Seinen Namen bekam er von den Griechen, die ihn wohl wegen des einprägsamen Geruchs seiner Blätter als Wanzenkraut bezeichneten.

Koriander ist eines der ältesten Gewürze, bei Ausgrabungen jungsteinzeitlicher Kulturen fand man Koriandersamen. Er wird schon in alten Sanskritschriften und Bibeltexten erwähnt. Ursprünglich stammt der Koriander aus dem östlichen Mittelmeergebiet, heute wird Koriander vorwiegend in Frankreich, den Niederlanden, Polen, Deutschland, Marokko und Indien kultiviert. Die Pflanze ist anspruchslos und kann an einem sonnigen Platz auch im eigenen Garten angebaut werden.

Am gebräuchlichsten ist die Verwendung der getrockneten Samenkörner (botanisch korrekt: Früchte) des Korianders. Koriandersamen in Bio-Qualität werden ganz oder gemahlen im Handel angeboten. Daneben finden auch die frischen Blätter und die Wurzeln des Korianders als Gewürz Verwendung. Koriandersamen haben einen angenehm würzigen Geruch und schmecken nussig-würzig mit einer süßlichen Schärfe. Die Verwendung der frischen Blätter als Gewürz ist vor allem in der asiatischen und südamerikanischen Küche üblich. Viele Europäer empfinden das Aroma von frischen Korianderblättern als unangenehm. Doch die Fangemeinde innerhalb Europas wächst - Korianderblatt-Liebhaber beschreiben den Geschmack der frischen Blätter als frisch-würzig, dem Salbei ähnlich.
 
Koriander ist ein Hauptbestandteil vieler Brot- und Wurstgewürzmischungen. Er eignet sich besonders zum Würzen von weihnachtlichem Lebkuchengebäck. Aber auch als Geschmacksnuance für vollmundige Rahmsoßen zu Wildgerichten oder Hirselaibchen ist Koriander bestens geeignet. Geradezu klassisch setzt man Koriander als abrundendes Gewürz bei Kohlgerichten ein, in denen er auch wegen seiner verdauungsfördernden Eigenschaften geschätzt wird. Koriander ist übrigens auch für die Herstellung vieler Kräuterliköre unentbehrlich.

15.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit