Chili
Die strauchige Chilipflanze (Capsicum frutescens L.) ist eng mit dem Paprika (Capsicum annuum L.) verwandt und gehört ebenso zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae). Chili ist eine besonders scharf schmeckende Frucht der Gattung Paprika und ihre Sortenvielfalt ist beinahe unüberschaubar.
Die Früchte (oft botanisch inkorrekt als Chilischoten bezeichnet) sind anfänglich grün und verfärben sich zur Reife hin glänzend orangerot bis dunkelrot. Chilis lieben es heiß und feucht und gedeihen am besten in den tropischen Gebieten Mittel- und Südamerikas, werden aber auch in Nigeria, Uganda, Indien, Thailand und in der Türkei angebaut. Ihre Geschichte ist eng mit der der Paprika verbunden.Für die langfristige Konservierung werden die geernteten Früchte getrocknet und kommen ganz, grob zerkleinert oder gemahlen in Bio-Qualität in den Handel. Alle Chili-Sorten schmecken brennendscharf und manche sind für den europäisch milde gestimmten Gaumen sogar unerträglich. Ihr Geruch ist charakteristisch, und schon winzige Partikel lösen nach dem Einatmen einen kräftigen Niesreflex aus. Die unterschiedlichen Chili-Sorten werden nach einer eigens entwickelten Schärfeskala (Scoville-Skala) von 0 bis 10 eingeteilt. 0 entspricht dem Schärfegrad von süßem, rotem Paprika, 10 der schärfsten Chilisorte Habanero. Der Schärfegrad wird mit einem High Pressure Liquid Chromatographen gemessen. Bereits Schärfegrad 7 ist für viele Europäer unerträglich scharf und wird neuronal als Verbrennung wahrgenommen.
Chili con Carne zählt zu den klassischen chiligerichten. Chili ganz, zerstoßen oder gemahlen - je nachdem, wie scharf man es mag - kommt hauptsächlich bei der Bereitung von feurig-scharfen Fleischgerichten zum Einsatz. Aber auch zum Würzen verschiedener Pickles ist Chili hervorragend geeignet.
15.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


