Muskat
Muskatnüsse wachsen auf ca. 15 Meter hohen Bäumen (Myristica fragrans Houtt.), die an die hundert Jahre alt werden und zur Familie der Muskatnussgewächse (Myristicaceae) gehören. Botanisch betrachtet ist die Muskatnuss keine Nuss, sondern der Kern einer pfirsichartigen Frucht.
Ursprünglich stammt der Muskatbaum aus dem Gebiet der Molukken. Heute gibt es Kulturen nördlich und südlich des Äquators, vor allem in Indien, Neuguinea, Malaysia, Madagaskar, Mauritius und Brasilien. Alle Bestandteile der Frucht des Muskatbaumes sind in der Küche verwendbar, wenn auch in europäischen Gefilden der Muskatnuss in den meisten Fällen der Vorzug gegeben wird. Das harte, fast holzige Fruchtfleisch der Muskatfrucht ist sehr sauer und wird z.B. in Indonesien zu Marmeladen mit feinem Muskataroma verarbeitet. Macis oder Muskatblüte ist der kaminrote Samenmantel, der die Muskatnuss umhüllt und durch das Trocknen eine gelbe Farbe bekommt. Diese ist häufig Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen. Sie ist im Handel in guter Bio-Qualität erhältlich. Schließlich gehört der Kern selbst - die Muskatnuss - schon zu den fixen Bestandteilen der meisten Gewürzregale. Muskatnuss ist ganz, gebrochen oder gemahlen in Bio-Qualität erhältlich.Die Muskatnuss schmeckt stark würzig und hat ein süßlich, leicht bitteres Aroma. Macis schmeckt ähnlich würzig, ist aber feiner und zarter im Aroma als die Muskatnuss selbst. Beiden Gewürze ist ein harziger und warmer Geschmack eigen. Muskatnuss und Macis sind für eine Vielzahl von Speisen geeignet, jedoch sollte man sie aufgrund ihres intensiven Geschmacks sparsam einsetzen: Kräftige Suppen, vor allem Béchamelsoßen, deftige Fleischspeisen, Kohlgemüse und Kartoffelpüree.
15.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit



