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Hirse
Foto: Wikimedia Commons

Hirse

Hirse war in Europa seit der Bronzezeit eines der wichtigsten Getreide. Heute ist das Rispengewächs fast überall auf der Welt beheimatet.

Für viele ist es heute kaum mehr vorstellbar, dass Hirse (Sorghum) in Südeuropa einst zu den bedeutendsten Grundnahrungsmitteln der breiten Bevölkerung gehörte. Die Einführung der Erdäpfel beendete schlagartig die Vormachtstellung der Hirse. Große Anbauflächen für Bio-Hirse innerhalb Europas sind vor allem in Norditalien und Ungarn zu finden. Ursprünglich, so vermutet man, wurde Hirse vor etwa 7000 Jahren in Ostasien aus dem wildwachsenden Gras Panicum spontaneum kultiviert.

Hirse ist ein wahrer Wachstumsmeister: Drei sonnenreiche Sommermonate genügen dem Rispengetreide um zu wachsen und zu reifen. In der menschlichen Ernährung schon beinahe in Vergessenheit geraten, hat der Bio-Landbau mit seinem Anspruch an die Vielfalt der angebauten Früchte die Hirse wieder auf den Speiseplan zurückgeholt.
 
Kennzeichnend für Hirse sind die kleinen rundlichen Früchte, die gequellt ähnlich wie Reis als Beilage zu unterschiedlichen Gerichten gegessen werden können. Süße oder herzhafte Hirseaufläufe sind eine abwechslungsreiche Ergänzung des täglichen Speiseplans. Aus Hirsemehl kann man herzhafte Breie und Backwaren herstellen, die eine ansehnliche leicht gelbe Farbnuance annehmen.

19.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit