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Haferrispen
Foto: BMLFUW

Hafer

Haferflocken bilden die Grundzutat eines jeden klassischen Müslis.

Hafer (Avena sativa) ist einjähriges Rispengras, mit dem typischen Blütenstand der Rispe. Die spindelförmigen Körner sind mit Deck- und einer Vorspelze fest verwachsen. Typisch für das Haferkorn sind seine kurzen Grannen. Hafer benötigt ein feuchtkühles Klima und eine regelmäßige Wasserversorgung, seine Ansprüche hinsichtlich der Bodennährstoffe sind bescheiden. Dadurch ist er für die extensive Wirtschaftsweise des Bio-Landbaus und den Anbau auf Randlagen geeignet.

Hafer weist mit fünf Prozent einen für Getreide sehr hohen Fettgehalt auf. Will man Hafer in der menschlichen Ernährung einsetzen, muss man ihn speziell aufbereiten, da Hafer durch den hohen Fettgehalt rasch ranzig werden kann. Die Haferkörner werden zunächst in einem speziellen Verfahren von ihren Spelzen befreit und anschließend gedämpft. Im nächsten Verarbeitungsschritt werden die so behandelten Körner getrocknet (gedarrt), um die Oxidation der Fette zu verhindern. Anschließend werden die Haferkörner grob geschnitten oder in einem sogenannten Flockierwalzwerk zu Flocken gequetscht - die Grundlage der Müslivielfalt ist geschaffen.
 
Aufgrund der leichten Verdaulichkeit wird Hafer bevorzugt in der Babynahrung eingesetzt. Fertige Breie oder auch fein gequetschte Flocken sind ohne Schwierigkeiten in Bio-Qualität im Handel zu bekommen. Neben den klassischen Haferflocken existiert noch Hafergrütze, das sind fein geschnittene geröstete Haferkörner, die in speziellen Gerichten oder auch in Müslimischungen verwendet werden. Wer Hafer jenseits der Müslikultur einsetzen möchte, kann ihn auch für süße und herzhafte Aufläufe verwenden.

19.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit