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<b>Löwenzahn </b>
Foto: Wikimedia Commons

Löwenzahn

Löwenzahn (Taraxacum officinale) ist eigentlich eine Wildpflanze, die jeder kennt. Nach dem 2. Weltkrieg geriet er als Salat in Vergessenheit, allein in der französischen Küche hielt er sich und ist dort auch heute noch äußerst beliebt.

Der Löwenzahn wird unter dunkler Folie angebaut, um die enthaltenen Bitterstoffe zu reduzieren.

Löwenzahn ist ein typischer Frühlingssalat. Vereinzelt findet man ihn auch im Herbst und Winter, dann kommt er allerdings aus dem Gewächshaus. Im Handel gibt es den Löwenzahn ab dem Frühjahr als Freilandware aus biologischem Anbau. Frischen Löwenzahn erkennt man an den saftigen Schnittstellen, aus denen bei leichtem Druck der typisch weißliche Milchsaft austritt.

Nur die jungen, zarten Blätter des Löwenzahns sind zum Verzehr geeignet. Die älteren Blätter sind hart und bitter. Für die Zubereitung werden die Blätter von den Stängeln getrennt und anschließend gut gewaschen. Sie schmecken recht würzig und harmonieren ausgezeichnet mit kräftigen Salatsaucen und kurz gebratenem Fleisch. Achtung Haltbarkeit: Selbst in feuchte Tücher gewickelt, lässt sich der Löwenzahn im Kühlschrank nicht länger als einen Tag aufbewahren.
 
Löwenzahn ist anspruchslos in der Kultur und es gibt heutzutage bereits einige Zuchtformen, die ertragreicher sind als die Wildpflanzen. Traditionell war es üblich die Pflanzen in gedeckten Gräben zu kultivieren, um die Bitterstoffe zu verringern - eine sehr arbeitsintensive Methode. Im eigenen Biogarten reicht es aus, nach dem Austreiben einen Eimer über die Pflanzen zu stülpen, so werden die Blätter hell und mild. Nach der Ernte treibt die Wurzel erneut aus, bis zur Blüte kann mehrmals geschnitten werden. Die Aussaat erfolgt von März bis Juni im Freiland.

20.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit