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<b>Radicchio </b>
Foto: Wikimedia Commons

Radicchio

Der Radicchio (Cichorium intybus L. var. foliosum Hegi) ist ein vorbildlicher Bio-Freilandsalat, der ursprünglich aus Italien stammt und mit dem Chicorée verwandt ist (Roter Chicorée).

Er hat die Form eines kleinen Kohlkopfes mit festen purpurfarbenen Blättern und weißen Rippen. Der Radiccio ist eigentlich eine zweijährige Pflanze. Wenn amn ihn als Salatpflanze anbaut ist er einjährig. Er kann nach der Reife lange im Boden bleiben und überdauert kaltes Klima ausgezeichnet.

Im Handel wird der Radicchio von Juni bis Oktober als Freilandware aus biologischem Anbau angeboten. Die Köpfe sollten geschlossen sein. Beschädigte äußere Blätter können auf unvorsichtigen Transport oder unsachgemäße Lagerung hindeuten, da sie sehr empfindlich sind und leicht Schaden nehmen. Trotz seines scheinbar robusten Äußeren ist der Radicchio zum baldigen Verbrauch bestimmt, da Wärme, Trockenheit und zu hohe Feuchtigkeit den Blättern schell schaden. Maximal einen Tag sollte man ihn im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.

Zur Zubereitung des Radicchio werden seine Blätter entweder in Stücke gezupft oder in feine Streifen geschnitten. Radicchio harmoniert gut mit Zwiebeln, Knoblauch und Thymian. Sein leicht bitterer, kräftiger Geschmack und seine leuchtende Farbe machen aus ihm einen ausgezeichneten Kombisalat.

Die Aussaat kann von Ende Mai bis in den Hochsommer direkt ins Freiland erfolgen. Schnellreifende Sorten, die im Mai gesät werden, werden im Laufe des Sommers verspeist, spätere Sorten können bis zum Frostbeginn auf den Beeten stehen bleiben. Gewählt wird ein Reihenabstand von etwa 30 cm, die Sämlinge werden dann auf einen Pflanzabstand von 25 - 35 cm ausgedünnt. Radicchio liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und einen lockeren, tiefgründigen, humus- und nährstoffreichen Boden mit reichlich Feuchtigkeit, jedoch ohne Staunässe. Eine Besonderheit: Der Radicchio kann überwintern. Das Blattwerk wird dann im September bis auf einen Strunk von 3-4 cm Länge abgeschnitten, die Pflanzen mit einem Vlies geschützt. Im folgenden Frühjahr nach dem Neuaustrieb wird geerntet.

20.10.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit