Verantwortungsvoller Umgang mit Lebensmittel nicht nur zu Weihnachten
Weihnachten steht vor der Tür und zu den Vorzügen der bevorstehenden Festtage gehört das ausgiebige Schlemmern im Familienkreis. Während viele von uns das ein oder andere Kilo Körpergewicht zulegen, landen viele überschüssige, im Weihnachtseifer eingekaufte Lebensmittel im Müll.
„Viele Menschen kaufen auf Vorrat Lebensmittel, die sie nicht vor dem empfohlenen Ablaufdatum verwenden und die schließlich im Abfall landen. Rund 387 Euro pro Jahr gibt durchschnittlich jede und jeder für Lebensmittel aus, die dann ungeöffnet weggeworfen werden", so der Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich. Ein erschreckender Vergleich: Pro Jahr werden österreichweit originale oder angebrochene Lebensmittel entsorgt, die dem Verbrauch an Nahrungsmitteln von Innsbruck oder Graz entsprechen.Ein bewusster und sensibler Einkauf sei deshalb nicht nur zur Weihnachtszeit unabdingbar. Behelfen kann man sich etwa durch das Erstellen von Einkaufslisten und einer Kontrolle, was in der eigenen Küche vorhanden ist und was tatsächlich gebraucht wird. Außerdem solle man sich nicht von Lockangeboten zum Kauf von Großmengen verleiten lassen, sondern auf hochwertige Lebensmittel setzen. Weiters sollten die Lebensmittel richtig gelagert werden, so könnte ein frühzeitiger Verderb vermieden werden. Wenn Lebensmittel dennoch entsorgt werden müssen, sollten sie nach Möglichkeit unverpackt in der Biotonne landen.
Auf der einen Seite steht der verschwenderische Umgang mit Lebensmitteln, auf der anderen Seite werden viele Menschen in Österreich die Weihnachtsfeiertage nicht im Überfluss verbringen. Gestern traf Niki Berlakovich mit Martin Haiderer, dem Geschäftsführer der gemeinnützigen Organisation Wiener Tafel zusammen, um der Öffentlichkeit die Lage der sozial Bedürftigen in Erinnerung zu rufen. Berlakovich appellierte an die Österreicherinnen und Österreicher, nicht für den Müll einzukaufen, sondern stattdessen mit dem Geld zivilgesellschaftliche Organisationen zu unterstützen. Martin Haiderer ergänzte: „Es ist eine furchtbare Diskrepanz, dass auf der einen Seite kostbare Lebensmittel achtlos weggeworfen werden, während auf der anderen Seite rund eine Million Menschen in Österreich an der Armutsgrenze leben.“
23.12.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


